The Bauhaus table lamp,

THE ORIGINALS  Bauhaus table lamp,   from C. Juker nel 1923        -   design.C. Juker     -

This table lamp, designed by C. Juker in 1923, is often named the Bauhaus lamp. C. Juker was 20 years old, when he was admitted as a journeyman to the Bauhaus workshop in Weimar. Here he designed the first model of this lamp as his solution to an assignment given to him by Moholy-Nagy. As C. Juker said years later, the Bauhaus designs were intended to be industrial products, and indeed looked like them. In fact they were hand-crafted ...

 Staatliches Bauhaus, Hochschule mit Werkstätten für gestaltendes Handwerk, Architektur und bildende Künste, die entscheidenden Einfluß auf die Entwicklung der modernen Architektur und des modernen Industriedesigns ausübte. Das Bauhaus wurde 1919 von Walter Gropius durch Zusammenschluß der Hochschule für Bildende Kunst und der Kunstgewerbeschule Henry van de Veldes (1863-1957) in Weimar gegründet ]  

Eines der Symbole aus der Bauhauszeit, das auch heute noch in vielen Publikationen und Designgeschäften zu sehen ist, ist die "Bauhauslampe".

Die Entstehungsgeschichte hat sich folgendermaßen zugetragen:  Industriellem Design öffnete sich die Metallwerkstatt erst unter Moholy-Nagy. Die für Sommer 1923 geplante große Bauhaus Leistungsschau bot die Chance, sich praxisbezogen den neuen Aufgaben zu stellen. Lampen zur Ausstattung des von Georg Muche gebauten Musterhauses stellten für die Metallwerkstatt ein Experimentierfeld der angestrebten Einheit von Kunst und Technik dar.

Die Bauhauslampe:
zwei Lampen - drei Entwerfer
 

In der Metallwerkstatt wurden in den Jahren 1923 und 1924 zwei Versionen einer Tischlampe entwickelt, die sich in der Gestaltung der Fußplatte und des Schaftes unterscheiden (Bild). Die eine Ausführung besitzt als Fuß eine flache, auf drei Halbkugeln ruhende Metallplatte, über der sich ein Metallrohr erhebt, das die Milchglasglocke trägt. Bei der anderen Variante besteht der Fuß aus einer dicken Glasplatte und der Schaft aus einem durchsichtigen Glasrohr. In seinem Inneren führt ein dünnes Metallrohr die Leitungsdrähte zur Fassung. Entsprechend der unterschiedlichen Gestaltung von Fuß und Schaft werden die beiden Versionen als Metall- und Glaslampe bezeichnet Die Frage, welche der beiden Versionen der anderen voranging, ist auf das engste mit einer weiteren Frage verknüpft: Wer zeichnet sich für die Entwürfe verantwortlich? Drei Gestalter zugleich nehmen für sich in Anspruch, «Vater» des so erfolgreichen Produktes gewesen zu sein. Es sind dies die ehemaligen Bauhaus-Schüler Gyula Pap, Carl Jakob Jucker und Wilhelm Wagenfeld   Der kurz vor der Jahrhundertwende in Ungarn geborene Gyula Pap kam im Herbst 1920 an das Bauhaus nach Weimar, wo er zunächst den Vorkurs Ittens besuchte. Von 1921 bis 1923 arbeitete er in der Metallwerkstatt, der seit Frühjahr 1923 Laszlo Moholy-Nagy als Formmeister vorstand. Seine für das Musterhaus am Horn 1923 entworfene hohe Stehleuchte mit verspiegelter Glühbirne ist Paps Angaben zufolge die erste am Bauhaus entstandene Lampe überhaupt (Bild links). Er will es auch gewesen sein, der dazu anregte, aus ursprünglich für eine elektrische Teemaschine (Bild rechts) gedachten Einzelteilen eine Lampe zu gestalten: "Mir ist, als sähe ich noch heute die Glasteile auf meinem Arbeitstisch ausgebreitet, die meinem Wunsche entsprechend aus Jena geschickt wurden. Vier als Füße vorgesehene Glasröhren, eine als Sockel gedachte dicke, runde Glasplatte und eine nicht verwendbare, zu kleine und zu dünnwandige Milchglaskugel. Ich schrieb an Zeiss, bat um Neuanfertigung einer Kugel in anderen Abmessungen. Aber die Tage vergingen. Meine Mutter erkrankte schwer und ich mußte nach  Siebenbürgen fahren, dies sehr überstürtzt, denn die Fahrkarte lag der schlimmen Nachricht aus der Heimat schon bei. So lag mein Material vor mir - was sollte wärhend meiner Abwesenheit daraus werden? Ich übergab alles meinem Schweizer Kollegen Jucker und empfahl Ihm, daraus eine Tischlampe zu entwerfen. Mir schien, daß die Größe der Milchglaskugel dafür wie geschaffen sei, dazu könnte eine der Glasröhren eventuell als Fuß, die dicke runde Glasplatte möglicherweise als Standfläche dienen. Auch Moholy-Nagy wußte von meinem Vorschlag, der aufgenommen und bald realisiert wurde. Aber nie hätte ich seinerzeit geglaubt, daß diese kollektive Arbeit einmal derart berühmt und beachtet werden könnte." Dagegen schreibt Carl Jakob Jucker, der 1922 nach Abschluß einer Silberschmiedelehre (Bild links) an der Züricher Kunstgewerbeschule ans Bauhaus kam, die Glaslampe sich selbst zu. "Rein chronologisch" wäre die Version Paps "durchaus wahrscheinlich", doch sei sie "frei erfunden" äußerte sich Jucker 1983 in einem Brief an das Bauhaus-Archiv. Unter Mitarbeit Marcel Breuers habe er die Glaslampe für das Musterhaus der Ausstellung von 1923 geschaffen. Allerdings habe das ausgestellte erste Exemplar einen Seidenschirm statt der Glaskuppel besessen, da diese von Schott & Gen. Nicht rechtzeitig geliefert worden und erst nach Ausstellungsbeginn eingetroffen sei. "Als die richtige Glaskuppel aus Jena kam und genau paßte, stand die Lampe nicht lange dort, sondern wanderte in den Altbau auf den Schreibtisch von Gropius." Die Idee zur Glaslampe sei ihm bei der Arbeit an einer anderen Tischlampe gekommen (Bild rechts): Diese zeigen sechs Tischlampen, deren Fuß und Schaft der endgültigen Form sehr nahe kommen, denen jedoch die charakteristische Glasglocke fehlt. Statt dessen wird mit Schirmen und Mützchen aus Stoff, schwenkbaren Reflektoren und verspiegelten Glühbirnen experimentiert. Eine dieser Lampen, die einen beweglichen Reflektor und eine verspiegelte Glühbirne ü ber verkürztem Schaft besitzt, wird in der 1925 erschienenen Veröffentlichung «Neue Arbeiten der Bauhauswerkstätten» abgebildet. In der Bildunterschrift, wo von einer Nachttischlampe die Rede ist, werden Jucker als Entwerfer und 1923 als Entwurfsjahr genannt. Als Jucker im September 1923 das Bauhaus verließ, war die entgültige Gestalt der Glaslampe vermutlich noch nicht gefunden. Jetzt erst trat Wagenfeld auf den Plan. Die wichtigste Veränderung betraf wohl die Glaskuppel: Sie lag nun ein ganzes Stück tiefer als die Schirme der Lampen auf den Photographien des Jahres 1923.  Der verwickelten Entwurfsgeschichte läßt sich am besten Rechnung tragen, indem man mit Pap von einer "Kollektiven Arbeit" spricht. Dies mit umso größerer Berechtigung, als die von Jucker erwähnte Mitarbeit Breuers oder Einflüsse von Seiten der beiden Meister Moholy-Nagy und Christian Dell bei der ohnehin schwierigen Rekonstruktion der Entstehungsgeschichte noch gar nicht berücksichtigt sind. Festzuhalten bleibt

daß eine einseitige Identifizierung der «Bauhauslampe» mit dem Namen und Schaffen Wagenfelds an den Tatsachen ihrer Entwurfsgeschichte vorbeigeht und den maßgeblichen Beitrag Juckers (Bild rechts) (1907-1997) unterschlägt.

 daß eine einseitige Identifizierung der «Bauhauslampe» mit dem Namen und Schaffen Wagenfelds an den Tatsachen ihrer Entwurfsgeschichte vorbeigeht und den maßgeblichen Beitrag Juckers (Bild rechts) (1907-1997) unterschlägt.   [Auszug aus Die Bauhauslampe von Thomas Heyden Bauhaus-Archiv Dieter Reimer Verlag Berlin 1992.]

















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